Gastbeitrag von Annika Bader
Zahlreiche Einsätze, intensive Ausbildungsarbeit und wichtige Informationen für die Zukunft standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Geisa.
Neben den Berichten der Wehrführung und der Jugendfeuerwehr richteten auch Vertreter aus Politik und kreisinternem Feuerwehrwesen ihre Grußworte an die Kameradinnen und Kameraden.
Der Wehrführer Patrick Reckenbeil berichtete, dass die Einsatzabteilung derzeit 39 Mitglieder zählt. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 29 Einsätze bewältigt, darunter 10 Brandeinsätze und 19 technische Hilfeleistungen. Hinzu kamen 65 Brandsicherheitsdienste und Absicherungen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Aus- und Weiterbildung. Zahlreiche Kameradinnen und Kameraden absolvierten erfolgreich Lehrgänge auf Landes- und Kreisebene. Zudem beteiligte sich die Feuerwehr an den Projekttagen im Feuerwehrtechnischen Zentrum Immelborn.
Auch die Teilnahme des Katastrophenschutzzuges an einem Waldbrandeinsatz bei Saalfeld wurde als wichtiger Bestandteil der Arbeit hervorgehoben.
Im Bereich der Fahrzeugtechnik laufen derzeit die Planungen und Ausschreibungen für ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 10. Die Auslieferung ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.
Bereits beschafft wurde die Beladung des Fahrzeugs. Außerdem konnte die Ersatzbeschaffung der Drehleiter DLA(K) 23/12 auf den Weg gebracht werden, nachdem am bisherigen Fahrzeug erhebliche Mängel festgestellt worden waren.
Weiterhin beschäftigt die Feuerwehr die dringend notwendige Sanierung des Gerätehauses. Obwohl diese bereits vor mehreren Jahren zugesagt wurde, steht eine Umsetzung bislang noch aus.
In ihrem Grußwort dankte Bürgermeisterin Manuela Henkel den Kameradinnen und Kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz. Sie verwies auf die Investition in das neue Löschfahrzeug mit einem Gesamtvolumen von rund 520.000 Euro, das 2027 in Dienst gestellt werden soll.
Hinsichtlich der gewünschten Sanierung des Gerätehauses erklärte sie, dass diese derzeit finanziell nicht realisierbar sei. Vorrang habe aktuell die Beschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeugs.
Einen erfreulichen Bericht präsentierte der Jugendwart Steven Körber im Bezug auf die Jugendarbeit. Aktuell engagieren sich dort 43 Kinder und Jugendliche.
In den regelmäßigen Ausbildungsdiensten werden feuerwehrtechnische Grundlagen, Teamarbeit und Kameradschaft vermittelt. Hierbei erwähnte er die stimmige Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr aus Borsch.
Höhepunkt des vergangenen Jahres war ein 24-Stunden-Dienst mit realitätsnahen Übungseinsätzen. Darüber hinaus nahm die Jugendwehr an Wettbewerben, Zeltlagern und weiteren Veranstaltungen teil.
Gleichzeitig machte Steven Körber auf den zunehmenden Verschleiß von Schutzkleidung und Ausrüstung der Kinder aufmerksam. Um auch künftig optimale Bedingungen für die Nachwuchsarbeit zu gewährleisten, seien hierfür Investitionen erforderlich.
Stadtbrandmeister Jens Quentmeier sprach ebenfalls seinen Dank für die hohe Einsatzbereitschaft aus. Besonders erfreut zeigte er sich über neue Kameradinnen und Kameraden, die im vergangenen Jahr den Weg in die Feuerwehr gefunden haben. Gleichzeitig appellierte er an die Mitglieder, die Bereitschaft zur Teilnahme an Aus- und Fortbildungen weiter zu verbessern.
Ortsteilbürgermeisterin Angela Zimmermann würdigte das große Engagement der Feuerwehrangehörigen und sprach ihnen Respekt und Anerkennung für ihre ehrenamtliche Arbeit aus.
Besonders positiv hob sie die starke Jugendfeuerwehr hervor. Mit ihren zahlreichen Mitgliedern sei die Zukunft der Feuerwehr Geisa langfristig gesichert.
Auch der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Bad Salzungen, Martin Täger, bedankte sich für die geleistete Arbeit. Er betonte die Bedeutung des persönlichen Austausches innerhalb der Feuerwehren und zeigte sich erfreut über den positiven Mitgliederzuwachs. Ehrenamtliches Engagement sei heutzutage keine Selbstverständlichkeit und verdiene besondere Anerkennung.
Kreisbrandinspektor Christian Grebe überbrachte die Grüße und den Dank des Landrates Dr. Michael Brodführer an die Feuerwehr Geisa sowie die Stadtverwaltung. Er lobte die gute Verwaltungsarbeit rund um die Feuerwehr und bedankte sich insbesondere beim Jugendwart für die vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit.
Außerdem informierte er über die künftig anstehenden Neuerungen hinsichtlich der Atemschutzgeräte. Hierfür wird ein Geräte-Pool mit insgesamt 900 Geräten verteilt auf 8 Stationen geschaffen, um den Ablauf reibungsloser, kostengünstiger und weniger zeitintensiv zu gestalten.
Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt waren die Wahlen der Wehrleitung. Dabei wurden Wehrführer Patrick Reckenbeil sowie sein Stellvertreter Andreas Uhlig in ihren Ämtern bestätigt. Noah Noll wurde als weiterer Jugendwart berufen.
Im Rahmen der Versammlung wurden zudem Ehrungen, Beförderungen und Neuaufnahmen vorgenommen. Neu in die Feuerwehr aufgenommen wurden Lukas Rothardt, Lukas Thiet und Joel Wetzel. Klaus Schütz wurde zum Ende seiner aktiven Feuerwehr-Karriere geehrt.
Zum Abschluss der Versammlung dankte die Wehrführung allen Kameradinnen und Kameraden, deren Familien sowie den Unterstützern aus Verwaltung und Politik für die gute Zusammenarbeit.
Ehrungen:
Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes (überreicht von Martin Täger)
Markus Bollenrath
Lennard Egle
Marion Quentmeier
Jens Quentmeier
Klaus Schütz
Patrick Reckenbeil
Andreas Uhlig
Steven Körber
Lydia Hohmann
Daniel Konrad
Beförderungen/Berufungen:
Noah Noll - Feuerwehrmann
Finn Wetzel / Simon Gilbert / Sebastian Hergert - Hauptfeuerwehrmann
Andreas Uhlig – Brandmeister
Patrick Reckenbeil – Oberbrandmeister
Martin Dingfelder-Schulz – Hauptbrandmeister
Patrick Reckenbeil – Berufung zum Verbandsführer
Andreas Uhlig – Berufung zum Zugführer
Lennard Egle – Berufung zum Gerätewart





